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Bewegungen des Lebens - Aufstellungen der anderen Art -

Der Rahmen

Es kommt eine Gruppe von Menschen zusammen und jeder hat mindestens ein Thema mitgebracht, das ihn oder sie bewegt. Das Ziel ist es Aussöhnung mit diesem Thema, sich selbst und den Beteiligten Menschen zu bewirken. Um einerseits frei entscheiden zu können, was gut und richtig für mich selbst ist und andererseits steht dahinter der Wunsch eine neue Qualität in das eigene Leben zu integrieren, wie z.B.

  • erfüllte Partnerschaft,
  • innere Freiheit,
  • selbstbestimmtes Leben.

Der äußere Rahmen ist durchaus ähnlich mit anderen Aufstellungsformen. Ausgewählte Stellvertreter stehen für Menschen, Ahnen oder wesentliche Kräfte wie z.B. Mut oder Lebensfreude. Sie bringen im Raum unbewusste Zusammenhänge ans Licht. Seelische Bewegungen werden sichtbar und gemeinsam entsteht Überraschendes, als auch Heilsames.

Das Charakteristische

Die Bewegungen des Lebens sind getragen von einer Hinwendung zu sich selbst und zum Leben. Pragmatisch, praktisch, gut. Es geht nicht um richtig oder falsch, es geht darum, aus dem Kontakt mit sich selbst heraus dem zu folgen, was für einen richtig ist.

Den Kontakt mit uns selbst, zu unserem Körper und seinen Wahrnehmungen stellen wir am Anfang durch einfache Übungen her. Getragen von dieser authentischen Verbindung zu uns selbst begegnen wir den aktuellen Herausforderungen und überwinden sie.

Das kann in Form eines Aufstellungsrahmens geschehen, in dem die inneren Wahrnehmungen im Vordergrund stehen. Die Bewegungen des Lebens führen ganz von selbst zu einer höheren Ordnung, die Lösung findet sich meist von selbst.

Die andere Form ist eine rein innere Arbeit, ein sich nach innen wenden, was da schlummert, was da brodelt und was da angenommen und versöhnt werden will. Mit Achtsamkeit und Hinwendung kommen wir in Berührung mit unseren verschieden Aspekten unseres Selbstes und unserer Seele. Durch diesen Kontakt entsteht Auflösung und Integration, gebundene Energien werden frei.

Die Bewegungen des Lebens haben sich im Laufe der letzten Jahre aus meiner Aufstellungsarbeit entwickelt, in der ich von Anfang an eigene Wege gegangen bin. Eine Zeit lang nannte ich diese Arbeit Selbststellungen.

Einige Besonderheiten

Die folgenden Dinge und Formen zeigen sich immer öfter und sind verwoben mit dieser Arbeit. Dabei geht es weniger um die Formen, denn sie dienen der Aufgabe. Diese Formen fördern es, den eigenen Bewegungen des Lebens achtsam und leichter folgen zu können. Da die Arbeit sehr intuitiv ist und sich im Fluss immer wieder wandelt seien diese Elemente hier kurz beispielhaft  beschrieben:

  • Keine Kenntnis des Problems
    Oft können wir das Problem ganz außen vor lassen und uns auf einen ganz neuen Fokus konzentrieren. Ja oft ist es sogar besser, keine Kenntnis des Problems zu haben, um sich nicht ablenken zu lassen vom Wesentlichen. Dadurch kann auch für den Klienten die Privatsphäre leicht gewahrt werden und es fällt ihm leichter sich in einer Gruppe zu öffnen.
  • Wahl des Fokus auf etwas Grundlegendes
    Meist entsteht ein Fokus, der jenseits des ursprünglichen Problems liegt. Oft ist es neue besondere Qualität, die gelebt werden will.
  • Verdecktes Arbeiten
    Die wesentlichen Kräfte und Menschen, die in diesem Zusammenhang wirken bleiben verdeckt, d.h. es ist nur dem Klienten oder dem Leiter oder keinem bekannt. Dies kann die inneren Bewegungen unterstützen und es den Beteiliten erleichtern sich von jeglicher Interpretation frei zu machen.
  • Der „Klient" steht von Anfang an für sich selbst
    Dadurch nimmt er die Dinge sehr intensiv war.
  • keine feste Anfangsposition
    d.h. alle Beteiligten finden von selbst ihre richtige jeweils passende Position, es geht genau da los, wo jeder am Anfang steht. Zu beobachten ist, dass es sich sehr schnell einschwingt.
  • Die Lösung findet sich von selbst
    Dies wird ermöglicht, indem ein Raum geschaffen wird, in dem die Beteiligten ganz bei sich bleiben, achtsam ihren eigenen Wahrnehmungen und eigenen Impulsen folgen. D.h. ich kann nichts für einen anderen Wollen, sondern immer nur für mich selbst.
  • Es wird die meiste Zeit nicht gesprochen
    Wir beginnen unseren Bewegungen in der Stille ohne Worte zu folgen. Dies erzeugt keine Ablenkmanöver. Meist erst wenn alles schon vorbei ist wird zum abrunden und verankern nur wesentliches gesprochen. Das erhöht die Achtsamkeit auf die inneren Bewegungen der Seele und des Selbstes. Es baut sich ein Raum auf, in dem wir mit viel Wohlwollen auf das blicken, was sich zeigt. Der Wandel ist getragen von Leichtigkeit, Freude und zuweilen Heiterkeit.

Ein Dank an alle, die mit ihren Erfahrungen, ihrer Unterstützung und ihren Impulsen dazu beigetragen haben. Besonders möchte ich an dieser Stelle Dietrich Weth und Bert Hellinger mit seinem "Geistigen Familienstellen" danken.

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