
Ewige Atmung
voll Friede und göttlichem Duft.
Durchwehst unser Leben
ein ständig Senken und Heben
in immerwehrender Lust.
Wir schwenken in luftige Bahn
unsere Hände zum Himmel hinan
Ein und Aus bewegt gleichmäßig die Brust,
ein Nehmen und Geben
schenkt uns rhythmischen Segen.
Schwebende Flügel
unsichtbare Schleier
Hauch von Sein und Werden
Göttlicher Odem auf Erden.
zitterndes Vibrieren
leises Musizieren.
Belebend Geschenk geheimer Hände
ewige Quelle unaufhörlicher Lebensspende.
Hebst empor und geleitest nieder.
schenkst der Menschheit ihre Lieder,
vom Spiel der Leichtigkeit und Schwere
entschwebend in die Atmosphäre.
Undurchsichtig und doch so voll,
unsichtbar, doch immer gegenwärtig.
Frisches und doch Verbrauchtes
sich ewig erneuernder Lebensspender.
Tief und schwer, Ein und Aus,
doch auch leicht bewegt,
schwebend gleich unsichtbaren Mächten
zum Wohle des Werdens und Vergehens.
Umkreisest die Welt
erreichst den letzten Winkel
Verbindest Himmel und Erde
als ahnender Träger des Seins.
Hedda Bruck im April 2005